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Versicherung: Wie sinnvoll ist eine Reisegepäckversicherung?

Wie sinnvoll ist eine Reisegepäckversicherung?

Sommerzeit – Urlaubszeit. Damit man in den freien Tagen auch auf Reisen entspannt die Seele baumeln lassen kann, setzen viele auf unterschiedlichste Reiseversicherungen. Eine Möglichkeit, sein Gepäck absichern zu lassen, bietet die sogenannte Reisegepäckversicherung, die das mitgeführte Hab und Gut gegen die Konsequenzen von Schäden, Verlust oder Diebstahl absichern soll. Sie ist allerdings nicht unumstritten.

Vor- und Nachteile

Der große Vorteil der Reisegepäckversicherung liegt darin, dass sowohl der Inhalt als auch das Gepäckstück selbst versichert werden. Der große Kritikpunkt ist hingegen, dass es im Versicherungsfall oft schwer ist, nachzuweisen, dass der Versicherungsnehmer sich nicht „fahrlässig“ verhalten hat. So ist das Gepäck theoretisch zwar gegen Diebstahl versichert, praktisch verweigern die Versicherer aber häufig die Leistung, weil sich der Kunde „falsch“ verhalten hat. Denn: Der Schutz bei Diebstahl und Verlust gilt nur, wenn der Versicherte seine Gepäckstücke nicht einmal für einen kurzen Moment unbeaufsichtigt gelassen hat. Tatsächlich finden aber die meisten Diebstähle genau dann statt, wenn man für einen Augenblick, und seien es nur wenige Sekunden, unachtsam ist.

Hinzu kommt zum einen, dass die Beschädigung am Reisegepäck meistens keinen hohen, finanziellen Schaden nach sich zieht und zum anderen ist das Reisegepäck bei Transport in z. B. Flugzeugen in der Regel sowieso bereits über das jeweilige Transportunternehmen versichert. In vielen Fällen ist eine Reisegepäckversicherung daher überflüssig, wer sich aber für alle Fälle absichern will, kann durchaus auf sie zurückgreifen. Bevor man sich für oder gegen eine Reisegepäckversicherung entscheidet, sollte man also alle Vor- und Nachteile gründlich abwägen.

Stand: 30. Mai 2016

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