Nachfolgeguide - Unternehmensnachfolge, Betriebsnachfolge, Firmennachfolge

Nachfolge - Einzelunternehmen

Nachfolge durch Kauf, Schenkung etc.:

Wird das Unternehmen durch Kauf oder Schenkung übertragen und führt der Erwerber das Unternehmen unter der bisherigen Firma fort, ergeben sich folgende Rechtsfolgen:

  • Der Erwerber haftet mit seinem ganzen Vermögen, nicht gegenstands- oder betragsbeschränkt.
  • Der Erwerber haftet für alle im Betrieb begründeten Geschäftsverbindlichkeiten. 
  • Für Geschäftsschulden, die der Erwerber eingeht, haftet auch der Veräußerer gegenüber gutgläubigen Dritten, solange der Inhaberwechsel nicht im Firmenbuch eingetragen und bekannt gemacht ist.

Die Haftung tritt nicht ein, wenn ein Unternehmen im Wege der Zwangsvollstreckung, des Konkurses oder des Ausgleichsverfahrens erworben wird.

Es besteht die Möglichkeit, die Haftung des Erwerbers durch eine Vereinbarung zwischen dem Veräußerer und dem Erwerber auszuschließen. Für die Kundmachung des Haftungsausschlusses gibt es zwei Möglichkeiten: entweder erfolgt sie durch Eintragung im Firmenbuch oder durch Mitteilung gegenüber Dritten.


Nachfolge von Todes wegen:

Der Erbe haftet für alle vom Erblasser begründeten Geschäftsverbindlichkeiten und zwar auch dann, wenn er eine bedingte Erbserklärung abgegeben hat. Die Haftung des Erben ist unbeschränkt, tritt aber dann nicht ein, wenn der Erbe die Fortführung des Geschäftes vor dem Ablauf von drei Monaten einstellt. Der Fristenlauf beginnt mit Erlassung des Beschlusses mit welchem die Besorgung und Verwaltung des Nachlasses überlassen wird oder mit der Einantwortung des Nachlasses.
 

Zur letzten Seite