Nachfolgeguide - Unternehmensnachfolge, Betriebsnachfolge, Firmennachfolge

Nachfolge - OEG bzw. OHG

Nachfolge durch Kauf, Schenkung etc.:

Gesellschafterwechsel ist grundsätzlich möglich. Zum Eintritt eines Gesellschafters bedarf es grundsätzlich eines Aufnahmevertrages zwischen dem Eintretenden und allen Altgesellschaftern. Der neue Gesellschafter haftet gleich den anderen Gesellschaftern für die vor seinem Eintritt begründeten Verbindlichkeiten der Gesellschaft, ohne Unterschied ob die Firma eine Änderung erleidet oder nicht. Eine entgegenstehende Vereinbarung ist Dritten gegenüber unwirksam.

 

Nachfolge von Todes wegen:

Die OHG/OEG wird durch den Tod eines Gesellschafters aufgelöst. Im Gesellschaftsvertrag kann aber eine andere Regelung getroffen werden. Diese kann so aussehen, dass die übrigen Gesellschafter unter Ausschluss der Erben die Gesellschaft fortführen oder dass die Gesellschaft mit allen oder nur mit einigen Erben fortgesetzt wird. 

Möglich ist auch die Vereinbarung, dass die Auflösung der Gesellschaft für einen bestimmten Zeitraum nach dem Todesfall hinausgeschoben wird. Sollte keine Einigung zwischen den verbleibenden Gesellschaftern und Erben erzielt werden können, so wird die Gesellschaft aufgelöst.

Ist  die Fortsetzung mit den übrigen Gesellschaftern vereinbart, so scheidet der Verstorbene aus der Gesellschaft aus und es entsteht ein Abfindungsanspruch. Es ist jener Betrag in Geld auszuzahlen, den der Ausscheidende bei Auseinandersetzung erhalten würde, falls die Gesellschaft zur Zeit seines Ausscheidens aufgelöst worden wäre. Wenn erforderlich, ist der Wert des Gesellschaftsvermögens durch Schätzung zu ermitteln.

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