Nachfolgeguide - Unternehmensnachfolge, Betriebsnachfolge, Firmennachfolge

Verein

Ein Unternehmen kann zwar auch in der Rechtsform eines Vereins geführt werden, es darf aber nicht die Gewinnabsicht im Vordergrund stehen, sondern die Einnahmen müssen der Verwirklichung eines übergeordneten ideellen Vereinszweckes dienen. Diese Form wird also nur in den seltensten Fällen geeignet sein. Bevor man sich zu einer Vereinsgründung entschließt, sollte genau überprüft werden, ob ein zulässiger Vereinszweck vorliegt.

 

Gründung:

Damit ein Verein entstehen kann, muss seine Errichtung der Vereinsbehörde schriftlich angezeigt werden. Die zuständige Behörde ist die Bezirkshauptmannschaft oder falls sich im örtlichen Wirkungsbereich eine Bundespolizeidirektion befindet diese. Die örtliche Zuständigkeit richtet sich nach dem Vereinssitz.


Firmenbuch:

Vereine werden in einem öffentlichen Register (ähnlich dem Firmenbuch) verzeichnet.


Vertretung:

Der Verein kann selbstständig, d.h. unabhängig von seinen Mitgliedern, für sich selbst Rechte und Pflichten haben. Er kann Besitz und Eigentum erwerben, Verträge abschließen, Dienstleistungen in Auftrag geben, als Arbeitgeber auftreten.


Gewerbeberechtigung:

Wie bei anderen juristischen Personen muss der Verein über eine Gewerbeberechtigung verfügen.


Sozialversicherung:

Die im Verein mittätigen Organe und Mitarbeiter unterliegen der Sozialversicherungspflicht.


Steuern: 

Der Verein ist auch steuerpflichtig. Gemeinnützige Vereine (ausgenommen Sportvereine, die umsatzsteuerbefreit sind)  können der Umsatzsteuer unterliegen, wenn sie unternehmerische Tätigkeiten verfolgen. Für sie kommt der ermäßigte Steuersatz von 10 % zur Anwendung. Erzielt der Verein allerdings auf längere Sicht keinen Gewinn, wird die Tätigkeit des Vereins als "Liebhaberei" eingestuft und unterliegt prinzipiell nicht der Umsatzsteuerpflicht, somit besteht dann auch nicht der Möglichkeit des Vorsteuerabzuges.
 

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