Nachfolgeguide - Unternehmensnachfolge, Betriebsnachfolge, Firmennachfolge
Gewerberecht

Fortbetriebsrecht des überlebenden Ehegatten und der Kinder

 

Mit dem Tod des Gewerbeinhabers geht das Fortbetriebsrecht zunächst auf die Verlassenschaft über. Danach kommt das Fortbetriebsrecht dem hinterbliebenen Ehegatten und den Kindern zu, wenn sie den Gewerbebetrieb ganz oder teilweise übernehmen.
 
Hinterlässt der Gewerbeinhaber sowohl eine fortbetriebsberechtigten Ehegatten als  auch fortbetriebsberechtigte Kinder, steht ihnen das Fortbetriebsrecht gemeinsam zu. Spätestens ein Monat nach Entstehen des Fortbetriebsrechtes kann auf das Recht verzichtet werden.

Das Fortbetriebsrecht des überlebenden Ehegatten unterliegt keiner altersmäßigen Beschränkung. Das Fortbetriebsrecht bei Kindern und Wahlkindern endet hingegen mit Vollendung des 24. Lebensjahres. Danach ist für die Fortführung des übernommenen Betriebes der Erwerb einer eigenen Gewerbeberechtigung erforderlich.

Auch der Ehegatte und die Kinder müssen die allgemeinen Voraussetzungen erfüllen und, falls nötig, einen Befähigungsnachweis erbringen, ansonsten müssen sie ohne unnötigen Aufschub einen gewerberechtlichen Geschäftsführer bestellen.

 

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