Nachfolgeguide - Unternehmensnachfolge, Betriebsnachfolge, Firmennachfolge
Nachfolgeplanung

Bedeutende Grundsätze

 

Planen Sie die Unternehmensnachfolge selbst und rechtzeitig!

Planen Sie die Nachfolge selbst, solange Sie dies noch können und Ihnen diese Aufgabe nicht von einem Dritten aus den Händen genommen wird. Fragen wie die Wahl eines geeigneten Nachfolgers oder die Form der Übergabe beanspruchen meist viel Zeit, weshalb man sich bereits ab dem 55. Lebensjahr ernsthafte Gedanken über die Nachfolgeplanung machen sollte.

 

Präsentieren Sie Ihr Unternehmen für einen Nachfolger attraktiv!

Aufgrund der Tatsache, das in den vergangenen Jahren und auch zukünftig Unternehmensnachfolgen immer häufiger Realität werden, sich aber immer seltener familieninterne Nachfolger finden, hat sich zu diesem Zweck ein eigener Markt für Unternehmenskäufen bzw. -verkäufen etabliert. Sowohl Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern, weiters das Arbeitsamt und einige Berufsvereinigungen bieten Unternehmens-Börsen mit Angeboten von Unternehmern und interessierten Nachfolgern an.

Bei einem geplanten Verkauf des Unternehmens ist es deshalb unbedingt notwendig sein Unternehmen attraktiv zu präsentieren. Ein solches Unternehmens-Exposee, darf zwar werbenden Charakter haben, muss aber natürlich auf klaren und nachvollziehbaren Fakten beruhen. Ein wichtiger und notwendiger Bestandteil dieser Unterlage ist eine plausible Unternehmenswert-Ermittlung. Dies ist nicht nur für den Verkäkufer des Unternehmens von Bedeutung, sondern wird auch vom potentiellen Übernehmer als Vorlage bei möglichen Geldgebern, wie beispielsweise Banken benötigt.

Da für Nachfolger allerdings nicht nur die finanzielle Analyse des Unternehmenes von Bedeutung ist, sollten ihr/ihm darüberhinaus vorallem auch die qualitativen Stärken, wie beispielsweise spezielles Know-how und vorteilhafte Verbindungen zu Lieferanten und Kunden aufgezeigt werden.

 

Unterschätzen Sie nicht die Emotionen!

Bei allen juristischen und betriebswirtschaftlichen Aspekten einer Unternehmensnachfolge, unterschätzen viele der Betroffenen, dass Emotionen eine überaus große Rolle bei der Unternehmensnachfolge spielen können.

Auch wenn der Unternehmer aufgrund von rationalen Überlegungen, gesundheitlichen Gründen oder altersbedingt die Notwendigkeit einer Übergabe seines Unternehmens erkannt und den Übergabeprozess planvoll vorbereitet hat, kann er unter Umständen sein „Lebenswerk“ emotional einfach "nicht loslassen". Diese psychologischen Aspekte der Nachfolge werden oft unterschätzt. Es ist durchaus verständlich, dass es für einen Unternehmer, der seinen Betrieb durch alle positiven wie negativen Phasen gelenkt und über Jahre hinweg aufgebaut hat, nicht einfach ist, sich aus dem aktiven Tagesgeschäft zurückzuziehen und die Führung jemand anderen zu überlassen.

Natürlich ist es nur zum Nutzen des Nachfolgers, wenn der Übergeber eine zeitlang die Übernahme begleitet und seine Erfahrungen dem Nachfolger mitgibt, jedoch müssen für ein reibungsloses Zusammenarbeiten "Spielregeln" definiert werden, die klar die Grenzen der Zusammenarbeit aufzeigen.

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