Nachfolgeguide - Unternehmensnachfolge, Betriebsnachfolge, Firmennachfolge
Nachfolgeplanung

Nachfolgemanagement

Viele Probleme des Nachfolgeprozesses lassen sich durch zielorientierte Planung vermeiden.

Beispiele typischer Fehler sind:

  • zu späte Nachfolge (über 65 Jahre)
  • Suche nach einem Nachfolger verläuft in die falsche Richtung (alte Freunde)
  • Hilfe von neutralen Dritten wird zu wenig in Anspruch genommen
  • der Zeitfaktor für die Nachfolgeplanung wird unterschätzt (10-15 Jahre)
  • der Übergeber kann nicht loslassen, und entscheidet weiter mit
  • mangelnde Kenntnisse über die steuerlichen und rechtlichen Folgen einer Nachfolge führen zu Komplikationen und Konflikten.

Im integrativen Nachfolgemanagement werden die verschiedenen Aspekte der Betriebswirtschaftslehre, des Rechts, des Steuerrechts und der Psychologie vereint. Zuerst wird eine Analyse der Ist-Situation des Unternehmens durchgeführt, aufbauend darauf werden die einzelnen Schritte geplant, umgesetzt und schließlich kontrolliert. Es sollten dabei die Interessen des Unternehmens, des Übergebers und des Übernehmers berücksichtigt werden.

Die Zielvorstellungen des Übergebers und des Übernehmers müssen im Nachfolgeprozess aufeinander abgestimmt werden. Dabei geht es vor allem um den Zeitpunkt der Übergabe, die Art und Weise der Kaufpreiszahlungen, den Umfang und die Dauer der weiteren Begleitung durch den Übergeber, sowie eine Regelung bezüglich latenter Steuerforderungen. Neben diesen Vorstellungen muss aber in erster Linie die Sicherstellung der Unternehmenskontinuität unter den Aspekten der Sicherheit, Unabhängigkeit, Liquidität und Rentabilität gewährleistet sein.

Die Umsetzung der Ziele sollte idealerweise in einem Stufenplan erfolgen. In der Praxis werden meist Rechtsanwälte oder Steuerberater als Berater im Nachfolgeprozess herangezogen, jedoch spielen auch Unternehmensberater, Freunde, Familienangehörige, Hausbanken, Kammern und Verbände in diesem Segment eine immer größer werdende Rolle.

Man sollte sich allerdings bei der Planung der Nachfolge nicht auf einen festgesetzten Ablauf des Nachfolgeprozesses versteifen. Verschiedene Alternativen helfen die Flexibilität zu erhalten um auf die dynamische Umwelt Rücksicht zu nehmen.

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