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Sozialversicherung

GSVG

Gewerbliches Sozialversicherungsgesetz

Das Gewerbliche Sozialversicherungsgesetz (GSVG) regelt die Ausgestaltung der Krankenversicherung und Pensionsversicherung, das ASVG die Gestaltung der Unfallversicherung für Selbständige. Es legt z.B. den Beginn und das Ende der Versicherungspflicht, die Höhe der zu zahlenden Beiträge etc. fest.

Das GSVG findet für folgende Personen Anwendung:

  • Mitglieder der Wirtschaftskammern (bei Vorliegen eines Gewerbescheins)
  • Gesellschafter einer offenen Handelsgesellschaft (auch OEG)
  • persönlich haftende Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft (auch KEG)
  • geschäftsführende Gesellschafter einer GmbH (sofern nicht als Dienstnehmer beschäftigt)
  • freiberuflich tätige Personen, die zwar keinen Gewerbeschein, aber selbständige Einkünfte bzw. Einkünfte aus Gewerbebetrieb haben (Neue Selbständige ab 01/98)

Beispiel:

Sie übernehmen das elterliche Installationsunternehmen. Sie selbst sind als Betreiber eines Gewerbebetriebes Mitglied bei der Wirtschaftskammer und somit bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) kranken- und pensionsversichert, bei der Allgemeinen Unfallversicherung (AUVA) unfallversichert. Die Beiträge für die Unfallversicherung werden so wie die Beiträge für die Kranken- und Pensionsversicherung von der SVA eingehoben.

 

Die Versicherungspflicht

Die Versicherungspflicht entsteht mit dem Tag der Erlangung der Gewerbeberechtigung und endet mit Ende des Kalendermonats nach Löschung, Ruhendmeldung des Gewerbes bzw. Einstellung der betrieblichen Tätigkeit. Die Anmeldung hat binnen einem Monat zu erfolgen. Bei den Neuen Selbständigen beginnt die Versicherungspflicht mit Erreichen der Versicherungsgrenzen oder mit Abgabe einer Einbeziehungserklärung. Personen die ihre Gewerbeberechtigung ( nicht den Betrieb ) ruhend gemeldet oder verpachtete haben, sind von der Pflichtversicherung ausgenommen. Ehepartner und Kinder können, wenn sie nicht selbst versichert sind, mitversichert werden. Kinder eines Versicherten sind beitragsfrei anspruchsberechtigt, Ehepartner und Lebensgefährten bmüssen unter Umständen einen Zusatzbeitrag in der Höhe von 3,4 % der Beitragsgrundlage des Versicherten bezahlen.

 

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