Nachfolgeguide - Unternehmensnachfolge, Betriebsnachfolge, Firmennachfolge
Steuerrecht

Kaufpreisrenten

Eine Kaufpreisrente liegt nur dann vor, wenn der nach versicherungsmathematischen Grundsätzen kapitalisierte Rentenbarwert zuzüglich allfälliger Einmalbeträge vom Wert der Gegenleistung bei Übertragung von Betrieben, Teilbetrieben oder Mitunternehmeranteilen um nicht mehr als 25 % abweicht, d.h. zwischen 75% und 125 % liegt.

Beim Betriebsnachfolger wird das Unternehmen zu Anschaffungskosten angesetzt. Der Rentenbarwert ist zu passivieren und die Auszahlung der Renten wird als Betriebsausgabe gebucht. Die Rentenwertminderungen, die jährlich geprüft werden müssen, werden als Betriebseinnahmen zu betrachten sein. Beim Betriebsübertragenden entsteht erst dann ein steuerpflichtiger Veräußerungsgewinn, wenn die Renten zuzüglich allfälliger Einmalzahlungen und Entnahmegewinne den Wert des übertragenen Betriebsvermögen übersteigen. Die Steuerbegünstigungen stehen für diesen Veräußerungsgewinn nicht zu, weil dieser nicht auf einmal anfällt sondern sich das Zufließen über einen längeren Zeitraum erstreckt. Bei dem Verkäufer werden die Zahlungen als nachträgliche Einkünfte aus Gewerbebetrieb behandelt. Dieses Übertragungsmodell  wird in der Praxis bei kleinen Unternehmen sehr selten angewendet.

 

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