Nachfolgeguide - Unternehmensnachfolge, Betriebsnachfolge, Firmennachfolge
Steuerrecht

Übergangsgewinn

Ein Einzelunternehmer ermittelt seinen Gewinn meist durch Einnahmen-Ausgaben-Rechnung. Die Veränderung des Betriebsvermögens ist für Einnahmen-Ausgaben-Rechner nicht maßgebend. Bei einer Unternehmensveräußerung muss aber die Gewinnermittlung auf einen Betriebsvermögensvergleich umgestellt werden. Diese Gewinnermittlungsart unterscheidet sich von der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung durch die zeitliche Erfassung der Geschäftsvorgänge. Aus diesem Grund könnten bestimmte Vorgänge doppelt oder gar nicht erfasst werden. Um dies zu vermeiden wird im Jahr der Veräußerung durch Zu- und Abschläge ein Übergangsgewinn (-verlust) ermittelt. Der Übergangsgewinn oder –verlust ist beim Gewinn des letzten Gewinnermittlungszeitraums vor der Veräußerung oder Aufgabe zu berücksichtigen.

 

  • Beispiele für Zu- und Abschläge bei der Berechnung von Übergangsgewinn:

+ Wert der Warenbestände
+ Wert der Warenforderungen
+ geleistete Anzahlungen für Umlaufvermögen
- Wert der Lieferverbindlichkeiten
- erhaltene Anzahlungen
- Rückstellungen, passive Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige noch nicht bezahlte Betriebsausgaben

 
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