Nachfolgeguide - Unternehmensnachfolge, Betriebsnachfolge, Firmennachfolge
Steuerrecht

Berechnung des Veräußerungsgewinns

Die Berechnung des Veräußerungsgewinns kann nach zwei Methoden erfolgen. Das Ergebnis muss unabhängig von der angewendeten Methode dasselbe sein.

Bruttomethode:

Barbetrag
+ Barwert der Summe der Raten
+ vom Erwerber übernommene private und betriebliche Schulden
+ gemeiner Wert der ins Privatvermögen übernommenen Aktiva
+ aufgelöster Investitionsfreibetrag
- Buchwerte der veräußerten und entnommenen aktiven Wirtschaftsgüter
- stille Reserven Grund und Boden
- Veräußerungskosten




Veräußerungsgewinn gem. § 24 EStG


 
Nettomethode:

Barbetrag
+ Barwert der Summe der Raten
+ vom Erwerber übernommene private Schulden
+ gemeiner Wert der ins Privatvermögen übernommenen Aktiva
- positives Kapitalkonto / + negatives Kapitalkonto lt. Steuerbilanz
- stille Reserven Grund und Boden
- Veräußerungskosten


Veräußerungsgewinn gem. § 24 EStG

 

In der Praxis wird meist die Nettomethode verwendet. Die Steuerberater definieren den Veräußerungsgewinn grob als Differenz zwischen Verkaufserlös nach Abzug der Veräußerungskosten (z.B. Beratungskosten, Vertragskosten, Notar- und Grundbuchgebühren) und der Höhe des Kapitalkontos. Diese Methode ist leicht anzuwenden und erfordert geringe Anpassungen der Buchwerte des Unternehmens.

 

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